Aufrufe
vor 1 Jahr

Leseprobe Soziale Sicherheit 12_2016

  • Text
  • Schlecker
  • Zusatzbeitrag
  • Krankenversicherung
  • Soziale
  • Sicherheit
  • Pflegeversicherung
  • Transfergesellschaft
  • Arbeit
  • Soziales
  • Sozialversicherung
  • Verlag.de

Soziales Wichtige (Grenz-)Werte und Rechengrößen in der Sozialversicherung Gültig ab 1. Januar 2017 BEITRAGSSÄTZE, BEITRAGSBEMESSUNGSGRENZEN UND BEZUGSGRÖSSE Alte Bundesländer Beitragssätze (Prozentsatz des Bruttoverdienstes, nach dem die Beiträge berechnet werden) Allgemeine Rentenversicherung 18,7 % Knappschaftliche Rentenversicherung 24,8 % 1 Arbeitslosenversicherung 3,0 % Krankenversicherung, allgemein 14,6 % Krankenversicherung, ermäßigt 2 14,0 % durchschnittlicher Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung 3 1,1 % Pflegeversicherung 2,55 % 4 – Versichertensonderbeitrag für Kinderlose 5 0,25 % Beitragsbemessungsgrenzen (Höchstgrenze, bis zu der Beiträge berechnet werden) Allgemeine Rentenversicherung Knappschaftliche Rentenversicherung Arbeitslosenversicherung Kranken- und Pflegeversicherung Bezugsgröße 6 SPEZIELLE WERTE DER KRANKEN- UND PFLEGEVERSICHERUNG Versicherungspflichtgrenze (ab der Arbeitnehmer nicht mehr pflichtversichert sind) Allgemeine Versicherungspflichtgrenze Besondere Versicherungspflichtgrenze 7 jährlich monatlich täglich jährlich monatlich täglich jährlich monatlich täglich jährlich monatlich täglich jährlich monatlich täglich jährlich monatlich täglich jährlich monatlich täglich 76.200,00 € 6.350,00 € 211,67 € 94.200,00 € 7.850,00 € 261,67 € 76.200,00 € 6.350,00 € 211,67 € 52.200,00 € 4.350,00 € 145,00 € 35.700,00 € 2.975,00 € 99,17 € Höchstbeiträge Krankenversicherung 8 – bei allgemeinem Beitragssatz – bei ermäßigtem Beitragssatz – durchschnittlicher Zusatzbeitrag (2017: 1,1 %) 3 Pflegeversicherung (für Versicherte mit Kindern) – maximaler Zusatzbeitrag für Kinderlose 5 monatlich Arbeitgeber 317,55 € 304,50 € 0 € 55,46 € 0 € Höchstbetrag für Krankengeld (berechnet nach 70 % der Beitragsbemessungsgrenze) Mindestbemessungsgrundlage in der Kranken- und Pflegeversicherung für … Behinderte freiwillige Mitglieder allgemein freiwillig versicherte Selbstständige Existenzgründer oder Härtefälle Rentenantragsteller selbstständige Künstler und Publizisten täglich monatlich monatlich 101,50 € 3.045,00 € 57.600,00 € 4.800,00 € 160,00 € 52.200,00 € 4.350,00 € 145,00 € 595,00 € 991,67 € 2.231,25 € 1.487,50 € 991,67 € 495,83 € Neue Bundesländer 68.400,00 € 5.700,00 € 190,00 € 84.000,00 € 7.000,00 € 233,33 € 68.400,00 € 5.700,00 € 190,00 € 52.200,00 € 4.350,00 € 145,00 € 31.920,00 € 2.660,00 € 88,67 € Arbeitnehmer 317,55 € 304,50 € 47,85 € 55,46 € 10,88 € 101,50 € 3.045,00 € 1 Versicherte/Arbeitnehmer: 9,35 %, Arbeitgeber: 15,45% 2 für Versicherte ohne Krankengeldanspruch 3 Seit dem 1. Januar 2015 können die Krankenkassen neben dem paritätisch bezahlten Beitragssatz einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben, der nur von den Versicherten getragen wird. Dieser Zusatzbeitrag ist kassenindividuell. Das Bundesgesundheitsministerium legt aufgrund der prognostizierten jährlichen Einnahmen des Gesundheitsfonds und der voraussichtlichen jährlichen Ausgaben der Kassen im Voraus eines Jahres fest, wie hoch der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Kassen zur Deckung der Ausgaben (ohne Finanzreserven) sein wird. Für einige Versicherte (z.B. Bezieher von ALG II) gilt immer der durchschnittliche Zusatzbeitrag – selbst wenn ihre eigene Kasse gar keinen Zusatzbeitrag erhebt. 4 In Sachsen gilt abweichend von dem sonst paritätisch finanzierten Beitragssatz ein Versicherten-/Arbeitnehmeranteil von 1,775% und ein Arbeitgeberanteil von 0,775%. Rentner müssen bundesweit den vollen Pflegeversicherungsbeitrag allein aufbringen. 5 Der zusätzliche Beitrag, der allein von den Versicherten aufzubringen ist, gilt für alle kinderlosen Mitglieder der Pflegeversicherung, ausgenommen vor 1940 geborene Mitglieder, Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres und Bezieher von Arbeitslosengeld II. 6 Die Bezugsgröße entspricht dem Durchschnittsentgelt des vorletzten Kalenderjahres, aufgerundet auf den nächsten durch 420 teilbaren Betrag. Es gibt gesonderte Werte für Ost- und Westdeutschland. Viele der davon abhängigen Größen – beispielsweise die Einkommensgrenze für die beitragsfreie Familienversicherung in der GKV – werden jedoch vom westdeutschen Wert abgeleitet. 7 Abweichend von der allgemeinen Versicherungspflichtgrenze gilt nach § 6 Abs. 7 SGB V für Arbeiter und Angestellte, die am 31. 12. 2002 wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei und bei einer privaten Krankenversicherung versichert waren, diese besondere Versicherungspflichtgrenze. 8 Aufgrund der kassenindividuellen Zusatzbeiträge (s. Fußnote 3) können die Höchstbeiträge in der Krankenkasse nicht pauschal bestimmt werden. Die angegebenen Beträge beziehen sich auf den paritätisch erhobenen allgemeinen bzw. ermäßigten Beitragssatz sowie auf den durchschnittlichen Zusatzbeitrag. Die Beitragssätze und die Höchstbeiträge gelten auch für freiwillig gesetzlich Krankenversicherte. 456 Soziale Sicherheit 12/2016

Soziales Höchstzuschuss des Arbeitgebers für freiwillig GKV-Versicherte und PKV-Mitglieder Krankenversicherung mit Anspruch auf Krankengeld Krankenversicherung ohne Anspruch auf Krankengeld Pflegeversicherung (mit Ausnahme Sachsens) Pflegeversicherung Sachsen Monatlicher Mindestbeitrag (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) für die Kranken- und Pflegeversicherung insgesamt 9 für … Behinderte freiwillige Mitglieder allgemein freiwillig versicherte Selbstständige Existenzgründer oder Härtefälle Rentenantragsteller selbstständige Künstler und Publizisten Beitragsfreie Familienversicherung Monatliche Einkommensgrenze allgemein Monatliche Einkommensgrenze bei geringfügiger Beschäftigung monatlich Alte Bundesländer 317,55 € 304,50 € 55,46 € ohne Kind 108,59 € 180,98 € 407,20 € 271,47 € 180,98 € 90,49 € 425,00 € 450,00 € Monatlicher Studentenbeitrag Krankenversicherung 10 – allgemeiner Beitrag 66,33 € – durchschnittlicher Zusatzbeitrag 11 7,14 € Pflegeversicherung (für Versicherte mit Kindern) 16,55 € – Zusatzbeitrag für kinderlose Studierende 5 1,62 € Monatliche beitragsfreie Einnahmegrenze für Versorgungsbezüge (z. B. Betriebsrenten) sowie Arbeitseinkommen von Beziehern von gesetzlichen Renten oder Versorgungsbezügen (§ 226 Abs. 2 SGB V) Zuzahlungen in der GKV für … verschreibungspflichtige Arznei- und Hilfsmittel Heilmittel Krankenhaus oder stationäre Rehabilitation Zahnersatz Belastungsgrenze für Zuzahlungen zu Krankheitskosten Monatliche Einkommensgrenzen für vollständige Befreiung von der Zuzahlung zur Regelversorgung zum Zahnersatz in der gesetzlichen Krankenversicherung nach Haushaltsgröße für … Alleinstehende 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 Personen jede weitere Person 148,75 € Neue Bundesländer 317,55 € 304,50 € 55,46 € 29,36 € mit Kind 110,08 € 183,46 € 412,78 € 275,19 € 183,46 € 91,73 € 10 % des Preises, mindestens 5 €, höchstens 10 € 10 € je Rezept plus 10 % der Kosten 10 € pro Tag, maximal 280 € im Kalenderjahr Kosten minus Festzuschuss in der Höhe von 50 % (bei regelmäßigem Zahnarztbesuch: 60 bis 65 %) der Regelversorgung 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen (1 % für chronisch Kranke) 1.190,00 € 1.636,25 € 1.933,75 € 2.231,25 € 2.528,75 € 297,50 € 9 Bei der Berechnung nach den Mindestbemessungsgrundlagen wurde der Beitragssatz mit Krankengeldanspruch (14,6 %) und der durchschnittliche Zusatzbeitrag für die Krankenversicherung zu Grunde gelegt. Für Sachsen liegen die Beträge geringfügig höher aufgrund des höheren Pflegeversicherungsbeitragssatzes (s. Fußnote 4). 10 Ab 2015 gibt es in der Krankenversicherung keinen bundeseinheitlichen »Studentenbeitrag« mehr. Zum allgeimeinen Studenten-Beitragsatz kommt noch der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Dieser berechnet sich als Prozentsatz vom aktuellen BaföG-Satz für Studenten, die nicht bei ihren Eltern wohnen (seit Herbst 2016: 649 E). 11 Der für 2017 festgelegte durchschnittiche Zusatzbeitrag beträgt 1,1 %. 1,1 % von 649 E (BAföG-Satz für Studenten, die nicht bei ihren Elten wohnen) ergeben 7,14 E. Je nach Krankenkasse kann der individuelle Zusatzbeitrag für Studenten aber niedriger oder höher liegen. Soziale Sicherheit 12/2016 457

Schlecker Zusatzbeitrag Krankenversicherung Soziale Sicherheit Pflegeversicherung Transfergesellschaft Arbeit Soziales Sozialversicherung www.bund-verlag.de
© 2016 by Yumpu