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Leseprobe Personalrat 10_2016

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personalratsarbeit Nicht auf den Lorbeeren ausruhen Der Personalrat 11 | 2016 Nicht auf den Lorbeeren ausruhen deutscher personalräte-preis 25 Gremien mit ihren beeindruckenden Projekten wurden bisher prämiert. Hat die Verleihung für die Gremien, die von ihnen vertretenen Beschäftigten und die Dienststellen nach haltige Wirkung gehabt? Eine Evaluation gibt Aufschluss. VON KARSTEN ARENDT darum geht es 1. Bereits fünf Mal sind Personalräte und Jugendund Auszubildendenvertretungen mit dem »Deutschen Personalräte- Preis« ausgezeichnet worden. 2. Die Themenpalette der eingereichten Projekte ist sehr vielfältig. Aufallend viele befassen sich mit Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. 3. Die Preisverleihung stärkt die prämierten Gremien. Ihre Projekte sind häuig Vorbild für andere Personalräte. Auf Initiative der Zeitschrift »Der Personalrat« in Kooperation mit dem DGB-Bundesvorstand und der HUK-COBURG als Projektpartner wurde im Jahr 2010 erstmals der »Deutsche Personalräte-Preis« ausgeschrieben und verliehen. Die Ausschreibung stand unter dem Motto: »Innovative Personalratsarbeit auch in schwierigen Zeiten«. Neben dem Personalrätepreis in Gold, Silber und Bronze wurden ein Sonderpreis der DGB-Jugend für vorbildliche JAV-Arbeit für jugendliche Beschäftigte und Auszubildende sowie ein Sonderpreis der HUK-COBURG ausgelobt. Vom ursprünglichen Zweijahresrhythmus für die Preisverleihung wurde ab dem Jahr 2012 abgewichen und der Preis seither jährlich ausgeschrieben. Die Auswertung und Beurteilung der eingereichten Projekte durch die Jury erfolgte insbesondere nach folgenden Kriterien: · Umsetzbarkeit, Ergebnis, Erfolg, konkrete Auswirkungen auf den Alltag in der Dienststelle · Vorgehen, Kommunikation des Projekts, Kooperation mit Beschäftigten, Gremien, Gewerkschaft, Politik, Sachverständigen, Dienststellenleitung · Innovationsgrad von Lösung oder Vorgehen – Besonderheiten · Übertragbarkeit auf andere Dienststellen und Personalräte · Nachhaltigkeit, Mittel- und Langfristigkeit erreichter Projektergebnisse · Bedeutung des Projektes im politischen Gesamtkontext Diese Kriterien beruhen auf Grundannahmen, die sich aus den Themenstellungen, den Beschreibungen und der Präsentation ergaben, wie sie von den Einreichern der Projekte, in der Regel den ausführenden Personalräten selbst, vorgegeben wurden. Ob die Projekte im betrieblichen Alltag oder im politischen Kontext dann tatsächlich die Wirkung erzielten oder die Bedeutung bekamen, die ihnen seitens der Jury zugeschrieben wurde, bleibt ofen. Auf Initiative der Jury des Deutschen Personalräte-Preises wurde die vorliegende Evaluation erstellt. Sie orientiert sich in einigen Teilen an der Auswertung des Deutschen Betriebsräte-Preises aus dem Jahr 2015. 1 Die Evaluation hat zum Ziel, genauer herauszuarbeiten, welche Projekte, mit welchen Themen und Fragestellungen eingereicht und welche Projekte schließlich prämiert wurden. Darüber hinaus soll auch hinterfragt werden, was aus den prämierten Projekten geworden ist, und ob die Verleihung der Preise Auswirkungen auf die prämierten Gremien hatte, und, falls ja, welche. Neben der statistischen Auswertung sind die prämierten Preisträger hinsichtlich der Entwicklung der Projekte befragt worden. Es wurde dabei hinterfragt, welche Auswirkungen die Verleihung des Preises auf die Preisträger hatte und zwar auf die Gremien selbst, auf das Ansehen bei den Beschäftigten, auf das Verhältnis der Personalräte zur jeweiligen Dienststelle oder Dienststellenleitung und auf die öfentliche Darstellung (zum Beispiel in örtlichen Medien). 1 Hans-Böckler-Stiftung (Hrsg.), Gute Betriebsratspraxis – Ein Trendbericht zur Offensive Mitbestimmung, 2014. 24

Der Personalrat 11 | 2016 Nicht auf den Lorbeeren ausruhen personalratsarbeit Statistischer Überblick Hier geht es vor allem um die Frage, aus welche Dienststellen – aufgeschlüsselt nach Bundesland, Art der Dienststelle, Dienststellengröße und zuständiger Gewerkschaft – bisher Personalräte beim Deutschen Personalräte-Preis mit ihren Projekten teilgenommen haben. } Projekte nach Bundesländern Abbildung 1 und 1.1 zeigen alle in den Jahren 2010 bis 2015 eingereichten Projekte, aufgeschlüsselt nach Bundesländern. Die meisten Projekte wurden aus Nordrhein-Westfalen eingereicht, gefolgt von Baden Württemberg, Bayern und Niedersachsen. Stark unterrepräsentiert sind die neuen Bundesländer mit Mecklenburg-Vorpommern als Schlusslicht mit nur einem eingereichten Projekt, davor Thüringen mit zwei, Saarland und Hamburg mit drei und Brandenburg mit vier Projekten. Dieses Ergebnis korrespondiert mit Ergebnissen der Auswertung des »Deutschen Betriebsräte-Preises«. Im abbildung 1 Projekte nach Bundesländern Anzahl der Projekte Baden-Württemberg 32 Bayern 30 Berlin 23 Brandenburg 4 Bremen 10 Hamburg 3 Hessen 19 Mecklenburg-Vorpommern 1 Niedersachsen 25 Nordrhein-Westfalen 59 Rheinland-Pfalz 11 Saarland 3 Sachsen 8 Sachsen-Anhalt 8 Schleswig-Holstein 9 Thüringen 2 Gesamt 247 © Der Personalrat Die meisten Projekte wurden von kommunalen Dienststellen (also Städten, Gemeinden, Kreisen) eingereicht , gefolgt von Landes- und Bundesbehörden (siehe hierzu Abbildung 2 auf Seite 26). Auf der anderen Seite inden wir Stiftungen des öfentlichen Rechts und Zweckverbände. Diese Verteilung kann aufgrund der relativen Seltenheit solcher Sonderformen öfentlich-rechtlicher Betriebe kaum verwundern. Ca. 60 Prozent aller eingereichten Projekte kamen aus Bundes- und Landesbehörden oder aus kommunalen Dienststellen. Die Anabbildung 1.1 Projekte nach Bundesländern Baden-Württemberg 13% Bayern 12% Berlin 9% Brandenburg 2% Bremen 4% Hamburg 1% Hessen 8% Mecklenburg-Vorpommern 0% Niedersachsen 10% Nordrhein-Westfalen 24% Rheinland-Pfalz 4% Saarland 1% Sachsen 3% Sachsen-Anhalt 3% Schleswig-Holstein 4% Thüringen 1% © Der Personalrat Unterschied zur »freien Wirtschaft« kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass zum Beispiel das Nichtvorhandensein entsprechender Personalratsstrukturen (mangels Dienststellen) in den »neuen« Bundesländern ursächlich ist. } Projekte nach Art der Dienststellen fünf preisverleihungen Im Zeitraum von 2010 bis 2015 wurde der »Deutsche Personalräte-Preis« fünf Mal ausgelobt. Eingereicht wurden insgesamt 247 Projekte. Davon wurden über 50 für einen Preis nominiert. 15 Projekte erhielten einen Personalräte-Preis in Gold, Silber oder Bronze, fünf erhielten den Sonderpreis der DGB-Jugend und fünf den Sonderpreis der HUK-COBURG. 25

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