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Leseprobe Gute Arbeit 02_2017

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titeltheMa gesundheitsManageMent Gute Arbeit 2 | 2017 Prozesse im Betrieb erfolgreich umsetzen Prävention Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) kommt ins Spiel, wenn es um die Prävention geht. Aber das BGM wird unterschiedlich defi niert und ist rechtlich nicht explizit verankert. Zwei Autorinnen erklären – in sieben Schritten, was ein qualitativ hochwertiges BGM ausmacht. VON ANGELA KNOLL UND ANNEKATRIN WETZSTEIN 8

Gute Arbeit 2 | 2017 gesundheitsManageMent titeltheMa Betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung finden heute in einem Umfeld statt, das in vielen Wirtschaftszweigen durch Hochtechnologie und Digitalisierung geprägt ist. Die Unternehmen müssen sich im globalen Wettbewerb behaupten. Weitere Tendenzen in der Arbeitswelt sind der Trend hin zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft sowie permanente Restrukturierungserfordernisse in Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Entwicklung wird begleitet durch eine älter werdende Gesellschaft, zunehmende Flexibilitätsanforderungen an Unternehmen und damit verbunden auch verstärkt die Erfordernisse für Beschäftigte, Veränderungsbereitschaft zu zeigen und Eigenverantwortung zu übernehmen. Geschlechter- und kulturrelevante Aspekte und ein zunehmendes Denken und Leben in Netzwerken sind weitere Kennzeichen für modernes Arbeiten und Wirtschaften. Eine Voraussetzung, um diese Herausforderungen in Unternehmen zu bewältigen, ist die Förderung und der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Handlungsfeld Gesundheit im Betrieb Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit ist ein zentrales Anliegen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die Gesundheit der Belegschaften ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Das Handlungsfeld »Gesundheit im Betrieb« einschließlich der gesundheitsförderlichen, menschengerechten Arbeitsgestaltung spielt daher bei den Präventionsaktivitäten der Unfallversicherungsträger eine zunehmende Rolle. Die Bedeutung der Präventionsaufgabe »Gesundheit im Betrieb« spiegelt sich in der DGUV-Programmatik wider. Die Mitgliederversammlung der DGUV hat in ihrer Position zur Prävention (»Prävention lohnt sich«) beschlossen, dass »menschengerechte und gesundheitsförderliche Maßnahmen die Menschen in die Lage versetzen (sollen), unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wertschöpfung beitragen zu können«. Darauf baut das «Gemeinsame Verständnis zur Ausgestaltung des Präventionsfeldes Gesundheit im Betrieb durch die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung und der DGUV« auf – mit Grundlagen für den Handlungsrahmen der Unfallversicherungsträger. 1 BGM – Chancen nutzen Dieses gemeinsame Verständnis schließt ein systematisches Vorgehen zur Integration von Sicherheit und Gesundheit im Betrieb mit ein. Die Unfallversicherungsträger halten ein Management von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit unter aktiver Unterstützung der Führungskräfte und Beteiligung der Beschäftigten für grundlegend wichtig und bieten Lösungsansätze an: z. B. modulartig aufgebaute Beratungskonzepte, um die Betriebe daruM geht es 1. Die Herausforderungen im Arbeitsschutz wachsen – im Zuge des steigenden Arbeitsdrucks, der alternden Belegschaften und technischer Innovationen. 2. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist eine Methode, die Prävention zu verbessern – mit mehr als nur dem gesetzlich verankerten Arbeitsschutz. 3. Doch was genau ist BGM, wer macht mit, was gehört alles dazu? Die Begriffe und die Grundlagen werden in diesem Beitrag geklärt – mit sieben Prozessschritten. abb. 1: überbetriebliche zusammenarbeit, z.b. gda, nationale präventionsstrategie Service und Überwachung Akteure des überbetrieblichen Arbeitsschutzes ∙ Staatliche Arbeitsschutzaufsicht ∙ Unfallversicherungsträger Betriebliche Akteure ∙ Arbeitgeber ∙ Betriebliche Interessenvertretungen ∙ Fachkräfte für Arbeitssicherheit ∙ Sicherheitsbeauftragte ∙ Betriebsärzte ∙ Verantwortliche für BEM/BGM Interventionsplanung Ergebnisbewertung Analyse/Diagnose Intervention Service Akteure BGF/BGM ∙ Krankenkassen ∙ Rentenversicherungsträger ∙ gewerbliche Anbieter Verbände / Arbeitsgemeinschaften / Netzwerke Quelle: DGUV 1 Siehe die ersten beiden Lesetipps im Seitenrand S. 10. 9

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