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Leseprobe Der Personalrat 6_2016

titelthema gewählt –

titelthema gewählt – was nun? Der Personalrat 6 | 2016 Auf eine gute Zusammenarbeit kooperation Nach den abgeschlossenen Personalratswahlen beginnen die neugewählten Gremien sich zusammenzufi nden. Sie müssen sich nicht nur konstituieren, sondern auch ein Team werden. Das gelingt nicht im Selbstlauf. VON MARTIN WOLMERATH 8

Der Personalrat 6 | 2016 gewählt – was nun? titelthema Die Personalratswahlen sind vorbei. Gleiches gilt für die Konstituierung des Personalrats. Bereits die erste Zusammenkunft des noch jungen Gremiums dürfte gezeigt haben, dass in ihm höchst unterschiedliche Persönlichkeiten vereint sind. Schließlich spiegelt sich im Personalrat die Zusammensetzung der Beschäftigten der Dienststelle mehr oder weniger vollständig wider. Das ist auch gut so. Das sollte gewinnbringend für die Arbeit der Interessenvertretung genutzt werden. Es gilt nun – einer Sportmannschaft vergleichbar –, aus unterschiedlichsten Personen mit den verschiedensten Interessen, Stärken und Fähigkeiten ein Team zu formen, das sich gemeinsam mit den komplexen Themen und vielfältigen Aufgaben der Personalratsarbeit befasst. Besonders wichtig ist dabei, von Anfang an die erstmals in den Personalrat gewählten Mitglieder aktiv einzubeziehen. Die Klausurtagung darum geht es 1. Eine Klausurtagung kann neu gewählten Personal ratsgremien helfen, sich besser zusammenzuinden. 2. Um erfolgreich für die Beschäftigten eintreten zu können, müssen die Personalratsmitglieder respektvoll miteinander umgehen. 3. Jedes Personalratsmitglied ist Teil eines Ganzen. Die Personalratsarbeit sollte möglichst auf alle Mitglieder verteilt werden. Eine Klausurtagung ist ein guter Startpunkt für die Arbeit der Interessenvertretung. Eigentlich müsste sie direkt nach der Wahl und noch vor der Konstituierung des Personalrats erfolgen. Schließlich eröfnet so eine Klausur die Möglichkeit, sich gegenseitig kennen und schätzen zu lernen. Dazu gehört unter anderem, die unterschiedlichen Motive für die Kandidatur oder die Ausübung des Personalratsamts in Erfahrung zu bringen, sich über die individuellen Wünsche und Zielvorstellungen auszutauschen sowie die besonderen Interessen, Kompetenzen und Stärken der einzelnen Mitglieder sichtbar zu machen. Auf die gleiche Weise können Befürchtungen und Sorgen der erstmals in den Personalrat gewählten Mitglieder ausgeräumt und vorhandene Fragen beantwortet werden. Eine derartige Vorgehensweise hat den Vorteil, dass die Aufgabenverteilung innerhalb des Personalrats auf der Grundlage einer breiteren Wissensbasis verabredet werden kann. Gleichzeitig ist sie ein Zeichen für Transparenz und Ofenheit. Ferner beugt sie möglicher Unzufriedenheit vor, da jedes Mitglied über alle zu vergebenden Funktionen, ihre Voraussetzungen und Aufgaben umfassend informiert ist. Erfolgt die Klausurtagung nach der konstituierenden Sitzung, dann sollten die auf der Klausur gewonnenen Erkenntnisse bisweilen dazu genutzt werden, einzelne Positionen und 9

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