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Leseprobe AiB 5_2016

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titelthema urlaub und arbeitsschutz AiB 5 | 2016 Ab in den Urlaub urlaubsgewährung Die Monate zur langersehnten Erholung brechen an. Oftmals wird diese sonnige Zeit durch betriebliche Anforderungen – wie ständige Erreichbarkeit oder Rückrufaktionen wegen Personalknappheit – überschattet. Doch es gibt Möglichkeiten für Beschäftigte, ihren Urlaubs anspruch durchzusetzen. VON REGINA STEINER 10

AiB 5 | 2016 Bei all dieser Problematik sollte man sich zunächst den Zweck des Urlaubs vor Augen führen. Der Erholungsurlaub ist kein Luxusgut, sondern dient dem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sowohl das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) wie auch die Richtlinie über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung 2003/88/ EG sichern Mindeststandards der Urlaubsgewährung. Ziel ist es, die Arbeitskraft wiederherzustellen oder zu erhalten. Jedem Beschäftigten muss innerhalb eines Kalenderjahres ein bezahlter Erholungsurlaub von mindestens 20 Tagen (vier Wochen) zur Verfügung stehen. Dieser darf auch nicht ausbezahlt werden, es sei denn, das Arbeitsverhältnis wird beendet. Was den gesetzlichen Urlaubsanspruch betrift, ist Deutschland eher als Schlusslicht zu betrachten. So beträgt der gesetzliche Mindesturlaub in Frankreich, Brasilien und Finnland beispielsweise 30 Tage. Dennoch haben, statistisch gesehen, die meisten Beschäftigten in Deutschland ebenfalls einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen. Dies garantieren bestehende Tarifverträge oder arbeitsvertragliche Vereinbarungen. Der Urlaub ist zur besseren Erholung zusammenhängend zu gewähren (§ 7 Abs. 2 BUrlG). Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass der Mindesturlaub von vier Wochen am Stück zu nehmen ist und nur im Ausnahmefall eine Stückelung in Frage kommt. Aber auch bei einer Stückelung muss einmal im Kalenurlaub und arbeitsschutz titelthema Urlaub soll bekanntlich die »schönste Zeit des Jahres« sein. Aber oftmals müssen Beschäftigte große Hürden überwinden, um ihren Anspruch auf Erholungsurlaub überhaupt realisieren zu können. Wegen dünner Personaldecken wird die Genehmigung des Urlaubsantrags immer wieder hinausgezögert. Apelle an Vorgesetzte bleiben ungehört. Arbeitgeber geben den Grundsatz aus, dass der Urlaub keinesfalls länger als 14 Tage am Stück betragen darf. Beginnt dann der langersehnte Urlaub, wird erwartet, dass man erreichbar ist, telefonisch oder per E-Mail oder am besten sowohl als auch. Nicht selten erfolgt ein Anruf und wegen eines »Engpasses« wird der Urlaub abgebrochen. Dieser Artikel soll die Rechte der Beschäftigten auf einen selbstbestimmten Erholungsurlaub und seine Durchsetzungsmöglichkeiten aufzeigen. Anspruch auf Erholungsurlaub darum geht es 1. Den Anspruch auf bezahlten Urlaub regelt das Bundesurlaubsgesetz. 2. Der Urlaubsanspruch ist grundsätzlich aufs jeweilige Kalenderjahr beschränkt. Mitarbeiter müssen daher alle ihre Urlaubstage bis zum 31. Dezember nehmen. 3. Betriebsräte können durch eine Betriebsvereinbarung dafür sorgen, dass die schönste Zeit im Jahr stressfrei gestaltet werden kann. 11

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