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Leseprobe AiB 2_2016

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titelthema betriebliches eingliederungsmanagement AiB 2 | 2016 BEM: Die Grundlagen erkrankte beschäftigte Das Betriebliche Eingliederungsmanagement setzt sich immer mehr in den Betrieben durch. Was bringt das den Beschäftigten, welche Rechte hat der Betriebsrat und worauf sollte geachtet werden? VON SIGRID BRITSCHGI 10

AiB 2 | 2016 Wie das Verfahren des BEM im Einzelnen gestaltet werden kann, hat der Gesetzgeber weitestgehend ofengelassen. Das Bundesbetriebliches eingliederungsmanagement titelthema Seit dem 1. Mai 2004 hat der Gesetzgeber den Arbeitgebern in § 84 Abs. 2 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) die Verplichtung auferlegt, auf erkrankte Beschäftigte zuzugehen, um gegebenenfalls nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, wie ihre Arbeitsunfähigkeit überwunden, neuer Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann. In den ersten Jahren blieb diese neue gesetzliche Regelung noch vielfach unbeachtet. Sie wird aber mittlerweile zunehmend Bestandteil betrieblicher Praxis. Was ist ein Betriebliches Eingliederungsmanagement? Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein Verfahren, das Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern verhindern (Prävention), Arbeitsunfähigkeit möglichst frühzeitig beenden (Rehabilitation) und den Arbeitsplatz erhalten soll (Integration). Zum Bereich der Prävention gehört beispielsweise die Vermeidung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Beispielhaft können hier schlecht gewartete Klimaanlagen, die unter anderem zu Atemwegserkrankungen führen können, genannt werden. Hier kann vielfach schon ein Filterwechsel helfen. Präventiv können aber zum Beispiel auch höhenverstellbare Schreibtische oder ergonomische Computermäuse dem Entstehen oder der Verschlimmerung von Skeletterkrankungen vorbeugen. Im Bereich der Rehabilitation sind mögliche Beispiele stationäre oder ambulante Rehabilitationsmaßnahmen. Auch die stufenweise Wiedereingliederung nach einer längeren Arbeitsunfähigkeit ist ein mögliches Mittel eines BEM. Um den Arbeitsplatz zu erhalten, kann vielfach eine Veränderung des Arbeitsplatzes oder der Arbeitszeit sinnvoll sei. Unter psychischer Belastung leidenden Beschäftigten ist beispielsweise oft schon geholfen, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren und sich durch einzelne freie Tage Arbeitsunterbrechungen zur regelmäßigen Regeneration verschafen können. darum geht es 1. Ist ein Beschäftigter länger als sechs Wochen im Jahr ununterbrochen krank, muss der Arbeitgeber ein BEM durchführen. 2. Mit dem BEM soll erreicht werden, dass der Beschäftigte weiterhin gesund an seinem Arbeitsplatz tätig sein kann. 3. Betriebsräten kommen im Rahmen des BEM wichtige Funktionen zu, die sie nutzen sollten. Wer muss am BEM beteiligt werden? 11

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